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Fachraumprinzip
Seit dem 14. März 2011 haben wir in unserer Schule vom Klassenraumprinzip auf das Fachraumprinzip umgestellt. Was bedeutet das für unsere Schüler und unsere Lehrer?
Klassenraumprinzip - jede Klasse hat ein eigenes Klassenzimmer - Fachräume gibt es für einzelne Fächer (Text- u. Datenverarbeitung, Übungsfirma, Sport) - die Lehrer "wandern"
Fachraumprinzip - für jedes Fach gibt es mehrere Fachräume - die Schüler haben für Klassenleiterstunden sogenannte "Homerooms" - die Schüler "wandern"
 | | Deutsch 2 |
 | | Wirtschaft 2 |
 | | Spinde |
 | | Englisch 2 |
 | | Spinde |
 | | Textverarbeitung in DV III |
Vorteile des Fachraumprinzips:
- Die Raumgestaltung ist nach Fach möglich; im Fachraum ist das jeweilige Unterrichtsmaterial verfügbar. Höchstens 2 – 3 Lehrer teilen sich einen Raum und können ihn individuell einrichten. >> Beim Betreten des Raums werden die Schüler(innen) auf das betreffende Fach und die damit verbundenen Unterrichtsinhalte eingestimmt.
- Ausstattung der Räume mit Medien (Laptop, Beamer, Multimediaanlage, Fachbücher) "ohne Gefahr", da die Schüler die Fachräume erst betreten, wenn der Lehrer da ist.
>> Schonender, wertschätzender Umgang mit den Einrichtungsgegenständen und Lehrmaterialien der Schule.
- Lagerung von Schulbüchern für die jeweiligen Jahrgangsstufen, die nicht für die Hausaufgaben benötigt werden, z. B. Geschichtsbücher, Atlanten für Erdkunde…
>> Leichtere Schulranzen, kein Vergessen, längere Haltbarkeit der Bücher.
- Arbeiten der Schüler, die nicht fertig werden und nicht eingeordnet werden können, z. B. Plakate, können bis zur folgenden Stunde im Raum verbleiben.
- Die Lehrer haben vor und nach der Stunde für einzelne Schüler Zeit, da sie im Raum bleiben.
- Die Schüler wissen jederzeit, wo sie einen bestimmten Lehrer erreichen können. Für Einzelgespräche mit dem Lehrer bieten sich häufiger Gelegenheiten. Außerdem finden sie in einer angenehmeren Atmosphäre und weniger zwischen "Tür und Angel" statt.
- Die "bewegte Schule": Durch das "Wandern" von einem zum nächsten Fachraum zwischen den Unterrichtsstunden bewegen sich die Schüler(innen) nicht nur mehr, sie können sich dabei auch unterhalten. Die Bewegung ist wie eine kleine Pause und bringt mehr Erholung als bisher. Dadurch lassen sich eine deutlich verbesserte Konzentrationsfähigkeit und eine gesteigerte Lernmotivation feststellen.
- Durch den Raumwechsel kann man die vergangene Stunde mental besser abschließen und sich auf die kommende Stunde einstellen. Negative Erfahrungen und schlechte Stimmung werden in diesem Raum gelassen und im neuen Raum ist ein Neuanfang möglich.
- Mehr Abwechslung während des Schultages durch sich ändernde Raum- und Lernsituationen.
- In jedem Fach kann man neben unterschiedlichen Banknachbarn sitzen. Dadurch intensivieren und erweitern die Schüler ihre Kontakte und können mehr voneinander lernen. Außerdem kann durch die jeweilige Sitzordnung in einem bestimmten Fachraum individuellen Lernsituationen Rechnung getragen werden.
- Das Einpacken der eigenen Unterlagen kann zu mehr Ordnung führen. Es gibt kein Chaos unter der Schulbank mehr. Da man sofort alles einpacken muss, kann kaum mehr etwas verloren gehen. Der Schulranzen wird jeden Tag gepackt und damit sortiert/geordnet.
Für gute Lernerfolge sind ausreichende Pausen notwendig, daher haben wir eine zweite Pause eingeführt. Die erste Pause findet nach der 2. Stunde (mit Pausenverkauf), die zweite Pause nach der 4. Stunde statt.
Unsere neuen Unterrichtszeiten 1. Stunde: 08:00 – 08:45 Uhr 2. Stunde: 08:45 – 09:30 Uhr
1. Pause: 15 Minuten 3. Stunde: 09:45 – 10:30 Uhr 4. Stunde: 10:30 – 11:15 Uhr
2. Pause: 10 Minuten 5. Stunde: 11:25 – 12:10 Uhr 6. Stunde: 12:10 – 12:55 Uhr
Mittagspause: 40 Minuten 7. Stunde: 13:35 – 14:20 Uhr 8. Stunde: 14:20 – 15:05 Uhr
| Deutsch 1: | Deutsch, Geschichte, Sozialkunde (Frau Kraus) Deutsch, Erdkunde, Ethik (Frau Weißenbacher) | (Homeroom V 7) | | Deutsch 2: | Deutsch, Ethik, Geschichte (Herr Fischer) Deutsch (Frau Weißenbacher) | (Homeroom Z 10 a) | | Englisch 1: | Englisch, Englisch-Conversation, Projekt (Frau Fischer) evangelische Religion (Herr Appelt) | (Homeroom V 10) | | Englisch 2: | Englisch, Englisch-Conversation (Frau Stößel)
| (Homeroom Z 10 b) | | Wirtschaft 1: | Rechnungswesen (Herr Heel) Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft (Frau Hoffmann) Betriebswirtschaft, Übungsfirma (Herr Brandt) | (Homeroom Z 11 a) | | Wirtschaft 2: | Rechnungswesen, Betriebswirtschaft, Wirtschaftsmathematik, Übungsfirma (Frau Richter) Betriebswirtschaft, Übungsfirma, Spanisch (Herr Brandt) Projekt (Frau Hoffmann) Übungsfirma (Herr Ringenberger) | (Homeroom V 9) | | Wirtschaft 3: | Rechnungswesen, Betriebswirtschaft, Übungsfirma (Frau Riester) Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft (Herr Brandt) Übungsfirma (Herr Ringenberger) | (Homeroom V 8) | Mathe/Bio/ Kunst: | Mathematik (Herr Bauer) Biologie (Herr Dr. Heil) Musische Erziehung (Frau Ringholz) | (Homeroom Z 11 b) | | DV-Räume: | DVI EG: Herr Hiemer DVII UG: Frau Mattes DVIII UG: Frau Heindl |
Die Umstellung auf das Fachraumprinzip erfolgte nach den Faschingsferien, damit jeder Lehrer in den Ferien seinen Fachraum nach individuellen Bedürfnissen und Wünschen einrichten konnte. In dieser kurzen Zeit (1 Woche) konnte natürlich nicht alles fertiggestellt werden, aber ein Entwicklungsprozess wurde in Gang gesetzt, der jetzt kontinuierlich fortgeführt wird.
Wir freuen uns aufs Fachraumprinzip, weil wir überzeugt sind, dass es die Lernatmosphäre positiv beeinflussen wird, die Aufnahme der zahlreichen Lerninhalte im Laufe eines Schultages erleichtern wird und es dem Lernprinzip Rechnung trägt, Verschiedenes in unterschiedlichen Räumen und Situationen zu erlernen.
Inzwischen ist das Fachraumprinzip bei Schülern und Lehrern an der Merkurschule nicht mehr wegzudenken. Wir sind froh, die Umstellung gewagt zu haben und alle profitieren davon. |
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