Betriebliche Steuerung und Kontrolle

Neben Deutsch und Englisch ist dieses Fach das dritte verpflichtend vorgeschriebene Abschlussprüfungsfach an Wirtschaftsschulen.

Das Fach Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle, kurz BSK, vereint die Bereiche Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Volkswirtschaft und Recht.

Ziel ist es, dass die Schüler eine breite Grundlagenbildung in diesen Spezialgebieten erhalten und dabei unterschiedliche Blickwinkel einnehmen. Besonderes Augenmerk liegt darauf, Kompetenzen zu erwerben, die die Schüler befähigen, komplexe Problemstellungen sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld zu bewältigen.

Inhaltlich ist es die Aufgabe des Faches, die kaufmännischen Denkprozesse anzuregen, um dadurch betriebliche Prozesse analysieren zu können. Durch praxisnahen Unterricht (z.B. durch Betrienbsbesichtigungen) und Vertiefung beruflicher Bildung ist die Möglichkeit gegeben, die Schüler aktiv bei der Berufswahl zu unterstützen und auf spätere Aufgaben vorzubereiten. Neben der Vermittlung allgemeiner betriebswirtschaftlicher Kenntnissen (z.B. Grundfunktionen eines Betriebes, Grundlagen des Vertragsrechts, Zustandekommen eines Kaufvertrages, Zahlungsarten) werden auch spezielle Themenbereiche bearbeitet (etwa Ausbildungsvertrag, Gestaltung von Werbung, Unternehmensgründung).

Da Entscheidungen auch immer von rechtlichen Rahmenbedingungen abhängig sind, ist es außerdem erforderlich, fallbezogene Entscheidungen mit Hilfe von Gesetzestexten zu untermauern.

Wesentliche Bestandteile der Arbeit im Fach BSK sind die Gruppenarbeit und ausgiebige Recherchetätigkeiten, wodurch die selbstständige Arbeitsweise geschult werden soll, damit in Problemsituationen begründete Entscheidungen getroffen werden können.

Der neue Lehrplan zielt verstärkt auf die Verknüpfung des Faches BSK mit anderen Fächern, unter anderem Deutsch, Informationsverarbeitung, Übungsunternehmen oder Mathematik, ab.